7:15 Uhr – der Wecker klingelt.
Heute wird es wieder mehr zum erzählen geben.
Aber eins nach dem anderen, erstmal Frühstück.
Müsli wirds heute wieder.
Um 8 Uhr ist dann Abfahrt.
Made ist heute mein persönlicher Guide.
Gut gelaunt geht die heutige Tour los.
Erster Stopp:
Die Tegallalang-Reisterrassen auf Bali
Die Tegallalang-Reisterrassen liegen nördlich von Ubud auf der indonesischen Insel Bali. Sie gehören zu den bekanntesten Landschaften Balis und sind für ihre beeindruckenden, stufenförmig angelegten Reisfelder bekannt.
Die Terrassen wurden über viele Generationen von balinesischen Bauern angelegt. Möglich wurde ihr Anbau durch das traditionelle Subak-Bewässerungssystem. Dabei teilen sich die Bauern das Wasser aus Quellen und Flüssen und organisieren gemeinsam die Bewässerung ihrer Reisfelder. Das System ist eng mit der balinesischen hinduistischen Kultur und Religion verbunden.
Der Reisanbau hat auf Bali eine jahrhundertealte Tradition. Reis ist nicht nur ein wichtiges Lebensmittel, sondern besitzt auch eine große religiöse und kulturelle Bedeutung. Die Landwirtschaft ist daher eng mit Zeremonien und Opfergaben verbunden.
Heute sind die Tegallalang-Reisterrassen außerdem eine wichtige Touristenattraktion. Besucher kommen wegen der grünen Landschaft, der traditionellen Landwirtschaft und der Aussicht. Gleichzeitig stehen die Reisfelder vor Herausforderungen, da der zunehmende Tourismus und die Ausbreitung von Gebäuden landwirtschaftliche Flächen unter Druck setzen.
Die Tegallalang-Reisterrassen sind deshalb nicht nur ein schöner Ort, sondern auch ein wichtiges Beispiel für das Zusammenspiel von Natur, Landwirtschaft, Gemeinschaft und balinesischer Kultur.
Ca. 20 min fahren wir dort hin von meinem Hotel.
Da wir super früh dran sind, habe wir die Landschaft quasi für uns.

Sehr beeindruckend und Made erklärt einiges dazu und wie hingebungsvoll die Farmer sich hier kümmern und eines wird schnell klar, das ist echte Knochenarbeit.

Wir sind ca 45 min hier und haben ein super timing, denn als wir die Reisterassen verlassen, fahren gerade 5 Busse mit Touristen vor.
Puh, Glück gehabt.
Also weiter geht’s.
Nächster Stopp:
Pura Taman Saraswati in Ubud
Der Pura Taman Saraswati ist ein wunderschöner hinduistischer Tempel im Zentrum von Ubud auf Bali. Der Tempel ist der hinduistischen Göttin Saraswati gewidmet, der Göttin des Wissens, der Weisheit, der Kunst und der Musik.
Besonders bekannt ist der Tempel für seinen großen Lotusteich. Zahlreiche Lotusblumen bedecken das Wasser und bilden zusammen mit den traditionellen balinesischen Toren und Steinornamenten ein charakteristisches Bild.
Der Tempel wurde im 20. Jahrhundert errichtet und steht in Verbindung mit der königlichen Familie von Ubud. Die Architektur zeigt typische Elemente der balinesischen Tempelbaukunst.
Für die Menschen in Ubud ist der Pura Taman Saraswati nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern auch ein Ort des Gebets und religiöser Zeremonien. Regelmäßig finden dort traditionelle hinduistische Rituale und kulturelle Veranstaltungen statt.
Heute ist der Tempel ein beliebtes Ziel für Besucher. Er verbindet Religion, Kunst, Architektur und die Natur Balis und gehört zu den bekannten kulturellen Orten in Ubud.

Das Ritual mache ich nicht, denn ich hab kein Bock mich mit 1000 anderen Touris anzustellen.
Hier im Tempel bleibe ich auch nicht lange, ist einfach viel zu voll.


Nächster Stopp:
Ulu Petanu Wasserfall auf Bali
Der Ulu Petanu Wasserfall liegt in der Region Tegallalang bei Ubud auf Bali, Indonesien. Er befindet sich in einer natürlichen, tropisch bewachsenen Umgebung und ist von dichtem Grün, Felsen und dem Wasser des Petanu-Flusses geprägt.
Der Wasserfall ist Teil der natürlichen Landschaft rund um den Petanu-Fluss, der für die Region eine wichtige Rolle spielt. Wie viele Orte auf Bali ist auch die Umgebung des Flusses mit der hinduistischen Kultur und verschiedenen lokalen Traditionen verbunden.
Der Ulu Petanu Wasserfall ist heute vor allem ein Ziel für Besucher, die Natur, Ruhe und die tropische Landschaft Balis erleben möchten. Im Gegensatz zu einigen bekannteren Wasserfällen Balis ist er weniger groß und spektakulär, bietet dafür eine eher ursprüngliche Atmosphäre.
Die Umgebung eignet sich zum Spazieren, Fotografieren und Erleben der Natur. Das klare Wasser, die Felsen und die üppige Vegetation machen den Ort zu einem besonderen Naturziel.
Der Ulu Petanu Wasserfall zeigt, wie eng auf Bali Natur, Wasser, Landwirtschaft und Kultur miteinander verbunden sind. Gleichzeitig ist der Schutz der natürlichen Umgebung wichtig, damit dieser besondere Ort auch in Zukunft erhalten bleibt.
Made bleibt oben, denn er war schon unzählige Male dort und sagt mir, dass schaffe ich alleine.
Klar schaffe ich das, also runter und los.


Der Weg ist easy und im Gegensatz zu den anderen Wasserfällen gut ausgebaut.
Angekommen.
Klein aber fein, natürlich nicht mit dem Tumpak Sewu zu vergleichen, dennoch lohnt sich der Weg.
Man kann hier auch schwimmen, habe aber heute nicht so viel Lust…
Hier bleibe ich ca. 30 min und genieße die Ruhe bevor ich mich auf den Weg zurück mache.
Made winkt mir schon von weitem.
Nun gibt es was ganz exklusives..
Da ich ja als alter Kaffee Trinker bekannt bin, geht es jetzt zu einer Kaffee Farm.
Quasi um die Ecke vom Wasserfall.
Nächster Stopp:
Satria Luwak Coffee
Luwak auf Bali
Der Luwak ist die indonesische Bezeichnung für die Asiatische Palmenzibetkatze. Das Tier lebt in verschiedenen Regionen Südostasiens, darunter auch auf Bali. Es ist ein nachtaktives Säugetier und ernährt sich unter anderem von Früchten, Insekten und kleinen Tieren.
Besonders bekannt wurde der Luwak durch den Kopi Luwak, einen berühmten indonesischen Kaffee. Die Tiere fressen reife Kaffeekirschen. Die Bohnen durchlaufen anschließend den Verdauungstrakt des Tieres und werden wieder ausgeschieden. Danach werden sie gesammelt, gewaschen, getrocknet und geröstet.
Der Kaffee gilt als besondere Spezialität und wurde international bekannt. Auf Bali können Besucher verschiedene Kaffeeplantagen besuchen und dort mehr über die traditionelle Kaffeeherstellung erfahren.
Allerdings gibt es beim Kopi Luwak auch Tierschutzprobleme. Auf manchen Plantagen werden Luwaks in kleinen Käfigen gehalten und ausschließlich mit Kaffeekirschen gefüttert. Deshalb ist es wichtig, auf Kaffee aus einer tierfreundlichen und transparenten Haltung zu achten.
Der Luwak ist somit nicht nur ein Teil der balinesischen Kaffeekultur, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Tourismus, Landwirtschaft und Tierschutz miteinander verbunden sind.
Wie sieht so ein Luwak aus fragt ihr euch?
Kein Problem:

Die Luwaks die hier auf der Plantage sind, werden nicht in Käfige gesperrt und sind ganz frei und bewegen sich wie sie möchten, aber wie schon erwähnt sind die Tiere nachtaktiv und können tagsüber nicht richtig sehen erklärt mir die Dame die mir die Führung gibt.
Der Kollege hat sich einfach mal vor dem Geschäft ausgebreitet und schläft sich aus.
Sind aber wirklich süße Tiere.
Jetzt aber zurück zu dem warum ich überhaupt hier bin.
Wir spazieren erstmal durch die gesamte Plantage und mir wird zu allem was erklärt.
Wirklich interessant auch wenn man kein großer Kaffee Fan ist, ist es doch garnicht so schlecht zu wissen, wie der Verarbeitungsprozess etc. abläuft hier auf Bali.


Nun lerne ich Oma kennen, sie ist die Dienstälteste und betreibt mit der ganzen Familie diese Plantage.

Seelenruhig sitzt sie da und röstet die Kaffeebohnen, da helfe ich ihr doch mal ein bisschen.
Und wie Omas so sind, steckt sie mir für meinen Einsatz eine Kakaobohne zu die bereits geröstet und Verzehr bereit ist.
Nach ca. 30 min ist die Führung dann durch und es geht ans Eingemachte, jetzt werden verschiedene Arten von Tee und Kaffee getestet, denn Tee gehört hier auch zum Portfolio.



Der Kaffee ist eher nicht mein Fall, hätte ich aber vorher auch schon sagen können, dennoch ist es eine coole Erfahrung, gerade mit der Führung vorher.
Aber! Da sind Teesorten dabei… unfassbar aromatisch und lecker, ganz anders als die Beutel die wir so kennen, hier merkt man, es kommt direkt aus der Natur in die Tasse.
Der Lemongrass Tee hat es mir angetan, da hab ich direkt mal eine Packung mitgenommen.
Danach endet diese Erfahrung.
Aber die Tour noch lange nicht!
Nächster Stopp:
Kintamani auf Bali
Kintamani ist eine bekannte Bergregion im Norden Balis, Indonesien. Die Region liegt in einer beeindruckenden Vulkanlandschaft rund um den Mount Batur (Gunung Batur) und den Batur-See (Danau Batur).
Der Mount Batur ist ein aktiver Vulkan und gehört zu den bekanntesten Naturgebieten Balis. Durch frühere Vulkanausbrüche entstand die besondere Landschaft mit schwarzen Lavafeldern, fruchtbaren Böden und dem großen Kratersee.
Kintamani ist außerdem für seine Landwirtschaft und den Kaffeeanbau bekannt. In der kühlen Bergregion werden unter anderem Kaffee, Orangen, Gemüse und verschiedene Früchte angebaut. Besonders bekannt ist der Kintamani-Kaffee, der durch die vulkanischen Böden und das Klima seinen charakteristischen Geschmack erhält.
Die Region hat auch eine wichtige religiöse und kulturelle Bedeutung. Am Ufer des Batur-Sees befindet sich der Pura Ulun Danu Batur, einer der bedeutendsten Hindu-Tempel Balis. Er ist unter anderem der Göttin Dewi Danu, der Göttin des Wassers und der Seen, gewidmet.
Heute ist Kintamani ein beliebtes Reiseziel. Besucher kommen vor allem wegen des Panoramablicks auf den Mount Batur und den Batur-See, zum Wandern und um die traditionelle Landwirtschaft und Kultur Balis kennenzulernen.
Kintamani verbindet somit Vulkanlandschaft, Landwirtschaft, Religion und balinesische Kultur auf besondere Weise.
Ein Weltklasse Blick!

Hier kann man länger stehen und diesen Blick genießen, dass einzige nervige sind die Verkäufer die dir alle 30 Sekunden irgendwas andrehen wollen, selbst Made wollen sie ihre Sachen verkaufen 😂

Wir sind mittlerweile 5:30h unterwegs, die Zeit vergeht wie im Flug, Made ist echt ein total entspannter Typ mit dem man sich wunderbar unterhalten kann.
Während der Fahrt zu unserer letzten Station für heute, schwärmt er von der alten Fußballgeneration und wie er damals schon Deutschland verfolgt hat, wir sprechen hier von der Ära Völler, Mattheus, Klinsmann.
So vergeht die Fahrtzeit zum letzten Stopp natürlich schnell.
Letzter Stopp:
Monkey Forest Ubud auf Bali
Der Sacred Monkey Forest befindet sich im Zentrum von Ubud auf Bali. Er ist ein natürlicher Wald, eine religiöse Stätte und gleichzeitig ein bekanntes Ausflugsziel.
Im Wald leben mehrere hundert Balinesische Langschwanzmakaken. Die Affen gehören seit langer Zeit zur natürlichen Umgebung des Waldes. Besucher können sie in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.
Der Monkey Forest hat außerdem eine wichtige religiöse Bedeutung. Auf dem Gelände befinden sich mehrere hinduistische Tempel, darunter der Pura Dalem Agung Padangtegal. Die Tempel und der Wald sind eng mit der balinesischen Hindu-Kultur verbunden.
Die Geschichte des Gebiets reicht viele Jahrhunderte zurück. Der Wald und die Tempel werden von der örtlichen Gemeinschaft gepflegt und geschützt. Dabei spielen traditionelle balinesische Vorstellungen über das Verhältnis zwischen Menschen, Natur und Spiritualität eine wichtige Rolle.
Heute gehört der Monkey Forest zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Ubuds. Besucher kommen, um die Affen, den tropischen Wald, die alten Tempel und die besondere Atmosphäre zu erleben.
Der Monkey Forest ist damit nicht nur eine Touristenattraktion, sondern auch ein Ort, an dem Natur, Religion, Geschichte und balinesische Kultur miteinander verbunden sind.

Hier im Monkey Forest spaziere ich nur umher und beobachte die Affen aus der Ferne. Die Tempelanlagen sind für Besucher nicht zugänglich, finde ich gut.
Die Affen bewegen sich hier wirklich wie sie gerade Lust haben, da muss man als Passant wirklich aufpassen, denn es kann jederzeit einer der kleinen Freunde von oben oder aus dem nächsten Gebüsch kommen.
90 min dauert es für mich einmal durch das ganze Gebiet zu laufen, welches für Besucher zugänglich ist.
Als ich fertig bin, schreibe ich eine kurze Nachricht an Made, der steht dann bereits parat als ich rauskomme.
Jetzt geht’s zurück zum Hotel. Um 15:45 kommen wir an, auf der Fahrt habe ich bereits mit ihm vereinbart, dass er mich morgen zu meinem neuen Standort fährt.
Den Rest des Nachmittags verbringe ich am Pool und entspanne.
Dann heißt es Abendessen, ich schwinge mich auf meinen Roller und fahre Richtung Zentrum.
Schnell ist was gefunden.
War lecker 😇
Jetzt bin ich zurück im Hotel und genieße den Rest des Abends.
In diesem Sinne
Morgen dann aus einem neuen Ort 😉
Stay tuned!
Rachid 🤙🏾
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